Samstag, 11. Januar 2014

Mein neues Schätzchen ist da...

Endlich ist die Overlockmaschine bei mir eingezogen!


Nicht-Näher kennen diese Maschinen meist nicht. Eine Overlockmaschine kann man sich vorstellen wie eine Nähmaschine, die nicht nur nähen, sondern gleichzeitig den Stoff schneiden kann. Dabei kann eine Overlock eine Nähmaschine aber nicht ersetzen, denn sie beherrscht ganz andere Stiche und wird in erster Linie zum Versäubern genutzt.

Sicher kann man auch mit der normalen Nähmaschine versäubern - also die Kanten im Inneren des genähten Stückes vor dem Ausfransen schützen. Dann nimmt man einfach den Zickzack-Stich und schneidet danach von Hand möglichst nah an der Kante entlang. Hierbei läuft man aber immer Gefahr, die Fäden zu verletzen und wenn man Pech hat, löst sich die Naht dann an dieser Stelle auf. Natürlich wird das Ergebnis nie wirklich hundertprozentig gleichmäßig.

Im Gegensatz dazu nimmt einem die Overlock nicht nur die Arbeit mit dem Schneiden ab, sondern erzielt auch deutlich schönere und gleichmäßgere Ergebnisse:



Auf dem Bild zu sehen ist eine 2-Faden-Naht. 
Nicht jede Overlockmaschine bietet die Möglichkeit, mit 2 oder 3 Fäden zu arbeiten, viele bieten nur Stiche mit 4 Fäden. Einige wenige können sogar 5 Fäden verarbeiten.

Da dieser Stoff nicht ausfranst, wäre ein Versäubern eigentlich gar nicht nötig. Tatsächlich sehe ich immer mehr angebotene Kürkleider, die unschön von Hand oder sogar gar nicht versäubert sind, sogar an sichtbaren Stellen. Teilweise und je nach Schnitt ist das auch sicher nicht immer machbar. Aber wenn ich einen Rocksaum sehe, der einfach nur abgeschnitten wurde, denke ich immer, dass das Kleid noch nicht fertig ist. Solche Kanten, die man aufgrund der sich verändernden Optik nicht versäubern kann, sollte man dann meiner Meinung nach möglichst mit Pailetten, Perlen oder einer schönen Borte aufwerten.


 


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