Freitag, 31. Januar 2014

Und noch ein Schritt... Gewerbeanmeldung

Heute war ich bei der Stadtverwaltung und habe mein Gewerbe angemeldet. Damit sind noch lange nicht alle Formalitäten geregelt, aber ich bin wieder einen Schritt weiter gekommen. Als Erstes steht jetzt noch die Krankenkasse auf dem Plan und bis zur Shoperöffnung muss ich mich noch um die Verpackungsverordnung (für jede neue Verpackung, also jedes einzelne Päckchen, jede Folie und jedes Papier muss man als Händler eine Abgabe zahlen) kümmern. AGB´s fehlen auch noch...

Viele verkaufen ihre Sachen ja einfach so von "privat". Sicher ist das einfacher und man kann sich so manchen Euro sparen. Fakt ist aber, dass das Ganze gegen das Gesetz verstößt. Was viele eben nicht wissen: Selbst wenn man nur ein einziges Teil mit dem Ziel anfertigt, es hinterher zu verkaufen, handelt man gewerblich und muss zwingend einen Gewerbeschein haben.
Wohnt man zur Miete, muss man sich vor Gewerbeeröffnung eine Erlaubnis des Vermieters einholen und wenn man mit Lieferverkehr oder anderen von außen (für die Nachbarn) spürbaren Änderungen rechnen muss, hat auch durchaus die Stadt noch ein Wörtchen mitzureden, denn das ist in der Regel in reinen Wohngebieten nicht erlaubt.

Den Gewerbeschein bekommt man für relativ wenig Geld, ich habe beispielsweise 20 Euro bezahlt. Je nach Art des Gewerbes und je nach Schwerp, wunkt kommen dann aber Handelskammer oder Handwerkskammer auf einen zu. Aussuchen kann man sich das nicht, wenn man nur selbstgemachte Dinge verkauft, liegt der Schwerpunkt auf dem Handwerk - und die Handwerkskammer erhebt ihre Beiträge unabhängig vom Einkommen. Besser ist es oftenn man den Schwerpunkt im Handel hat (also auch Waren anbietet, die nicht selbst hergestellt sind), denn die Handelskammer erhebt die Gebühren einkommensabhängig, was gerade im Nebengewerbe oder in der Anfangszeit meist günstiger ist. Man sollte sich also bei Plänen rund um eine Gewerbeanmeldung vorher genau überlegen, was man möchte und was alles zu beachten ist.

Man sieht schon, da ist eine Menge, was man beachten muss. Aber es lohnt sich, denn wenn man einfach so drauflos verkauft und dann erwischt wird, zahlt man die Rechnung doppelt und dreifach. In Zeiten, in denen Abmahnanwälte tagtäglich das Netz durchforsten um alles und jeden zu verklagen, sollte man damit wirklich vorsichtig sein.



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