Sonntag, 16. November 2014

Garnrollenhalter DIY

Ich suche schon eine Weile nach einem passenden Garnrollenhalter, gerne auch ein Tutorial zum Selbermachen...

Oft werden Holzplatten verwendet, in die man Löcher bohrt und dann Stäbe einfügt. Die sehen zum Teil ja wahnsinnig toll aus, aber ob man das SO schön gleichmäßig und gerade hin bekommt, wie auf den Bildern?

Dann kam mir ein Tutorial unter, bei dem anstatt der Holzplatte ein Material verwendet wurde, wo die Stäbe direkt und ohne Bohren einfach hindurchgeschoben wurden... DAS sollte es dann eigentlich werden. Ein toller Bilderrahmen ist noch da, das übrige Material wollte ich noch kaufen...

Tja und dann streiften wir mal wieder durch das große blaue Möbelhaus und mein Blick fiel auf runde Korkuntersetzer.... schwupps, war die Idee in meinem Kopf, das passte doch viel besser an meinen Nähplatz als der alte Bilderrahmen und so verteilt auf drei kleine runde Scheiben wirkt das Ganze sicher nochmal ganz anders als wenn man ein großes "Bild" aufhängt.

Inzwischen habe ich den ersten Garnrollenhalter fertig, bin glücklich und zufrieden mit dem Ergebnis und möchte ihn euch nicht vorenthalten - allerdings sollen am Ende noch zwei dazu kommen, dann wird es natürlich noch besser wirken:



Gefällt er euch? Natürlich gehen auch andere Farben und an Dekoelementen kann man sich auch nach Lust und Laune auslassen...

Kurz und gut: Wenn in euch nun das Gefühl "habenwill" aufkommt, dann macht euch doch auch einen.
Hier kommt also mein erstes Tutorial, seht es mir bitte nach, wenn es noch nicht perfekt ist:


Ihr braucht:
runde Topfuntersetzer aus Kork
Stoff
Schaschlikspieße
Farbe / Lack
Draht, Webband oder andere Aufhängung

Außerdem:
Tacker
Zange
Pinsel und / oder Küchenrolle
Einen Bleistift oder Ähnliches
eventuell Trickmarker für Stoffe
Schere
Heißklebepistole
Karton
Deko nach Lust und Laune


Los gehts:

Als Erstes habe ich die Schaschlickspieße von der Seite ohne Spitze her mit der gleichen Farbe bemalt, die auch an der Wand ist, an der die Garnrollenhalter hängen sollen. Ihr könnt natürlich auch andere Farben nehmen.



 Man kann die Spieße natürlich bepinseln, aber ich war ja neugierig auf das Ergebnis und es sollte schnell gehen. Also habe ich etwas Farbe auf ein Stück Küchenrolle gegeben und die Stäbe einfach darin gerollt. Wenn ihr zu viel Farbe erwischt habt, könnt ihr die leicht wieder abnehmen, indem ihr auf einem Stück mit weniger Farbe noch einmal abrollt.



Achtet darauf, dass der eingefärbte Teil lang genug ist, damit man hinterher keinen unschönen Rand sieht. Vergesst auch nicht das obere flache Ende des Spießes, später wird man ja ganz genau darauf blicken und es wäre schade, wenn der Farbauftrag nicht deckend ist.




Nun dürft ihr natürlich mit dem wunderschön eingefärbten Schaschlikspieß stehenbleiben und trockenpusten - aber das muss nicht sein!
Drückt die Spitze einfach vorsichtig durch einen Karton, den ihr euch vorher zurechtgelegt habt und schon könnt ihr mit dem Nächsten Spieß weitermachen. So kommt ihr recht fix voran.







Da ich Wandfarbe verwendet habe, habe ich die Spieße nach dem Trocknen noch mit Klarlack überzogen. Hierfür habe ich die Stäbchen einfach im Karton steckenlassen und von allen Seiten einmal mit Sprühlack eingenebelt. Ihr könnt natürlich anstatt der Wandfarbe auch Acrylfarbe oder direkt farbigen Lack nehmen.


Während die Farbe trocknet, machen wir uns nun an die Topfuntersetzer.
Nehmt euren Stoff und einen Untersetzer. Zeichnet euch den Umriss des Untersetzers auf den Stoff - aber so weit vergrößert, dass ihr den Stoff später über den Rand des Untersetzers schlagen und hinten befestigen könnt.



Stoff ausschneiden und schon gehts weiter: Legt den Untersetzer mittig auf den Stoff, schlagt den Stoff auf die Rückseite und tackert ihn fest. (Bitte vorher prüfen ob der Korkuntersetzer dick genug ist, dass die Tackernadeln nicht durchpieken, im Zweifel müsst ihr zwei Untersetzer nehmen. Bei mir hat es aber diesbezüglich keine Probleme gegeben. Legt sicherheitshalber noch etwas unter, damit der Tisch, auf dem ihr arbeitet, keinen Schaden nimmt!)  Und nun geht es rundherum, achtet darauf, dass der Stoff nicht zu locker liegt.





 Wenn euer Untersetzer mit dem Stoff bezogen ist, bringt ihr den Draht für die Aufhängung an. Wenn ihr mögt, dreht den Draht um die Spitze eines Bleistites o.ä., dann wird er schön lockig. Ihr könnt ihn natürlich auch lassen wie er ist, das wirkt dann rustikaler.





Alternativ könnt ihr aber auch andere Aufhängungsmöglichkeiten wählen - Webband, Kordel oder Bildaufhänger... ganz wie ihr wollt.

Bringt den Draht oder eine andere Aufhängung ebenfalls mit dem Tacker auf der Rückseite des Untersetzers an.
Wenn noch weitere Dekoteile von hinten festgetackert werden sollen, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür - wenn die Stäbe ersteinmal angebracht sind, lässt sich die Rückseite nicht mehr so gut bearbeiten.





Habt ihr alles fest getackert? Ist die Farbe der Spieße inzwischen getrocknet?

Dann markiert euch jetzt auf der Vorderseite die Stellen, an denen die Schaschlikspieße sitzen sollen. Wählt die Abstände nicht zu klein, variiert vielleicht sogar (es gibt schließlich dickere und dünnere Garnrollen). Die Markierungen lassen sich am Besten mit einem Trickmarker setzen, der mit der Zeit wieder verschwindet. So könnt ihr euch auch Hilfslinien einzeichnen, mit denen sich die Punkte gleichmäßig verteilen lassen.



Und nun spießt ihr die Schachlikspieße an den entsprechenden Stellen von oben durch die Korkplatte. Wenn euch das zu mühsam ist oder sie Spitzen der Spieße brechen, könnt ihr mit einem Nagel kleine Löcher vorarbeiten, aber passt auf, dass die nicht zu groß werden, sonst halten die Spieße nicht so gut. Setzt die Stäbe am Besten so ein, dass sie ein wenig schräg nach oben stehen - das verhindert ein ungewolltes Abrutschen der Garnrollen.

Überlegt euch, wie weit die Spieße noch aus der Platte herausschauen sollen und ob ihr vielleicht auch mit unterschiedlichen Längen arbeiten wollt. Dann habt ihr die Möglichkeit, die Spulen zum passenden Garn zu hängen oder eben auch wiederum längere Garnrollen unter zu bringen.

Wenn euer erster Spieß in der richtigen Position ist, schnappt euch die Zange und knippst hinten das überstehende Ende möglichst nah an der Korkplatte ab.

Und so geht es nun weiter, bis ihr alle Markierungen mit Spießen versehen habt.













Damit alles gut hält, gönnt jedem Spieß von hinten einen Tupfen Heißkleber. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch den Draht damit zusätzlich verstärken.











Und schon seid ihr eigentlich fertig... ich habe zusätzlich mit Heißkleber noch zwei Stoffherzchen an den Draht angebracht.
Für die Herzen habe ich einfach zwei Lagen Stoff übereinander gelegt, ein Herz aufgemalt und dann dreimal unregelmäßig mit der Nähmaschine den Umriss nachgenäht. Danach habe ich mit etwas Abstand zu den Nähten das Herz ausgeschnitten und den Rand noch ein wenig gefranst.

Lasst eurer Phantasie freien Lauf und zaubert euch etwas Schönes!

Falls euch die Anleitung gefallen hat und ihr die Garnrollenhalter nachbastelt, dürft ihr mir gerne Bilder davon schicken.
Schreibt mir bitte dazu, ob ich die Bilder auf dem Blog und meiner Facebookseite veröffentlichen darf und unter welchem Namen - Vorname oder Nickname reicht, eventuell Link zu eurem eigenen Blog usw. Ihr entscheidet, ich veröffentliche nichts ohne euer Einverständnis. Wenn ihr mir Bilder zur Veröffentlichung schickt, erklärt ihr damit gleichzeitig, dass ihr Urheber dieser Bilder seid und die Rechte zur Veröffentlichung bei euch liegen.






Kommentare:

  1. Diese Idee mit Kork ist super und die Untersetzer habe ich sogar hier. Es wird gleich los gebastelt!

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    1. Danke und viel Spaß :-) Achte darauf, die Stäbe ein wenig schräg einzusetzen, sonst rutschen die Rollen zu leicht herunter.

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