Sonntag, 12. April 2015

Spül- und Putzlappen gehäkelt oder gestrickt???

Ich habe es dem aktuellen Handarbeitswahn zugeschrieben, als ich die ersten Male über gehäkelte und gestrickte Spüllappen gestolpert bin.
Die Maschen ziehen doch auseinander, wenn die Wolle nass wird, es ist unhygienisch (ich werfe die Lappen immer nach einem Tag weg, manchmal sogar schon früher), wie mag sich so ein Lappen wohl anfühlen, wenn man damit die fettige Pfanne gespült hat? Das waren meine Gedanken zu dem Thema... aber jeder wie er mag, gell?!

Tja und dann kam auf einmal von einer nicht-Handarbeiterin eine völlig begeisterte Äußerung zu diesen Tüchern, dass die ja sooo toll wären. Hmmmm... echt jetzt? Ich fing an zu überlegen ob ich das doch mal ausprobieren sollte und just in dem Moment bot mir die liebe Nicole an, mir ein solches gestricktes Tuch zum Testen zu schicken.

Angekommen sind dann zwei Tücher, passend zu den Farben in meiner Küche :-) So wird der Spüllappen also schonmal zum Dekoelement, denn mal ehrlich, sieht doch viel besser aus als die Billig-Wegwerfdinger, oder ;-)


Aber die guten Stücke sind ja schließlich nicht zum Ausruhen zu mir gekommen, die mussten in den letzten Tagen durch eine harte Schule ;-)




Der erste Test: Die Kühlschranktür war mal wieder fällig, da die Kinder mal wieder verschmierte Finger hatten... ganz spontan habe ich eines der Tücher einfach nur nass gemacht und mal ohne Chemiekeule ausprobiert, was das Spüli so kann. Ich  muss sagen, ich war überrascht, dass die Tür allein mit Wasser blitzeblank wurde! Wow! Ok, Bakterien sieht man nicht und ich werde auch weiterhin Putzmittel einsetzen, aber der Effekt war ziemlich beeindruckend!

Übrigens hat später mein scharfer Powerreiniger den Tüchern nullkommanix ausgemacht.





Danach verfiel ich in einen regelrechten Putzwahn, alles musste ausprobiert werden und es hat richtig Spaß gemacht.
Die Tücher nehmen Krümel viel besser auf als andere - und wieder kam meine Skepsis durch: Kriegt man die auch wieder raus? Gar kein Problem, denn unter fließendem Wasser lassen sie auch alles wieder los. Wow, hätte ich wirklich nicht gedacht!

Schließlich kam dann das zweite Tüchlein zum Einsatz: Messer und Pfanne warteten auf den Abwasch... jaaa, diese ekligen Gedanken mit dem Fett aus der Pfanne, ich hatte ein wenig Skrupel, das tolle Tuch dafür herzunehmen und hatte Bilder im Kopf.... nicht schön. Aaaaber: Die Pfanne wurde nicht nur leichter sauber, das Spüli ließ sich danach auch wieder seeeehr gut auswaschen. Ganz ehrlich, gerade nach Pfannen wandern die Billigspültücher bei mir manchmal schon nach einem Spülgang in den Eimer... und jetzt? Einmal unter den Wasserhahn und alles wech... super!
Auch kräftiges Auswringen macht dem Spüli nichts aus, einfach ein wenig glatt ziehen und die Form bleibt erhalten.

Selbst mein Mann sagt, dass die Spülis besser funktionieren als die Wegwerfdinger, na, wenn das mal kein Lob ist ;-)

Nun kommt noch der Knackpunkt.... Spüllappen fangen ja auch gerne an zu müffeln, wenn man sie zu lange nutzt. Das liegt an Bakterien, dich sich im feuchten Tuch vermehren. Tja und das war eben auch meine ganz große Befürchtung. Nicoles Spülis sind aus reiner Baumwolle und sie meinte, ich könne sie bei 60 Grad waschen. Da gehen schonmal viele Bakterien kaputt.
Aber WENN ich etwas teste, dann auch richtig - also wanderten die Spülis mal fix in ein schööönes heißes Bad:

Zugegeben, uns wäre das wohl doch etwas zu heiß ;-) Aber ich wollte sehen, was passiert, also schön sprudelnd kochen lassen... entschuldigt bitte die Fotoqualität, aber es hat gedampft wie verrückt. Man kann aber die Bläschen im Kochwasser sehen.

Ergebnis:
- Das Tuch hat keine Farbe ins Wasser abgegeben.
- Nach dem Abkühlen habe ich es mir genauer angesehen und es sah aus wie neu, nichts verblasst, nicht filzig, nicht verzogen und vor Allem auch nicht eingelaufen. Dafür aber garantiert frei von Bakterien ;-)


Waschmaschine und Wäschetrockner haben die Beiden auch gut weggesteckt.
Hier sieht man nochmal das schöne Muster, das Nicole eingearbeitet hat:




Mein Fazit: Die Tücher sind tausendmal besser als Spüllappen aus dem Supermarkt. Sie sind zwar in der Anschaffung etwas teurer - ist ja auch kein Wegwerfartikel - aber sie sehen schöner aus und man hat länger davon. Und hey, wir schreien alle, dass wir unsere Umwelt schonen müssen, DAS ist doch ein guter Schritt in diese Richtung, oder nicht?

Danke an Nicole, dass ich die Tücher testen durfte, ich habe meine Meinung geändert und meinen Horizont mal wieder ein wenig erweitern dürfen. Meine Eltern wollen in den kommenden Monaten ihre Küche renovieren und wenn ich die genauen Farben kenne, werde ich noch welche bei dir bestellen - rot und grün wird dann bei meinen Farbwünschen auch dabei sein *zwinker*

Ihr seid neugierig geworden? Die Spülis bekommt ihr in Nicoles Shop, klickt einfach auf den Namen. Drei Stück kosten 13,90, das macht knapp 4,80 für ein Tuch. Aaaaber - ihr werft es ja nicht weg und habt lange davon. Unterm Strich ist das dann billiger als Woche für Woche neue Spültücher zu kaufen. Und das gute Gewissen, mal wieder etwas gegen die wachsenden Müllberge getan zu haben, bleibt ja auch.
Mindestens genauso wichtig, wenn nicht noch wichtiger ist, dass die gestrickten Spülis einfach wirklich besser spülen und wischen als andere, wahrscheinlich liegt es an der Struktur der Tücher. So spart ihr das Wertvollste, was ihr alle habt: Zeit!

Wer mehr von Nicole sehen möchte, kann sie auch gerne auf Facebook besuchen, sie freut sich über jedes Hallo! Probiert es aus und freut euch, einen weiteren netten Menschen in euer Leben gelassen zu haben ;-)















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