Mittwoch, 16. September 2015

Liebster Blog Award

Die liebe Manuela von Bicoloria Design hat mich nominiert für den "Liebsten Blog Award". Vielen Dank dafür Manuela! Natürlich habe ich mir deine Antworten auch durchgelesen, spannend und schön, dich von einer weiteren Seite kennenzulernen. Wer mag, darf gerne lauern:
http://bicoloria-design.blogspot.de/2015/09/liebster-award.html

Dann wollen wir mal sehen, welche Fragen Manuela sich ausgedacht hat:

1.) Womit bist du kreativ? (Sprich was gestaltest, nähst ..etc. Du?)
Mittlerweile ist mein Motto: Mein Shop und meine Seiten sind wie eine Pralinenschachtel, man weiß eigentlich nie, was als Nächstes kommt ;-) Ich habe angefangen mit dem Ziel, für den Eiskunstlauf-Bereich zu nähen. Andere Sachen sollten eher nebenher laufen. Inzwischen hat sich der Schwerpunkt etwas verlagert, weil mir leider die Zeit für die aufwändigen Kostüme oft fehlt. Außerdem ist der Interessentenkreis in diesem Bereich natürlich begrenzt. Inzwischen nähe ich also alles Mögliche - vom Kürkleid bis zur Buchhülle ist alles dabei.
Wenn ich im Alltag merke, dass mir etwas Spezielles fehlt, setze ich mich auch hin und bastle so lange, bis ich einen passenden Schnitt habe.
Da nähen allein mir nicht gereicht hat, sind nun auch Farben und Folien dazu gekommen - für den Shop mache ich eigene Bügelbilder und für die Arbeit mit den Farben brauche ich Schablonen. Die Vorlagen dafür kaufe ich entweder mit Lizenz oder zeichne sie mir selbst vor. So kommen also auch Stift und Papier, Scanner und Computer zum Einsatz.
Bei manchen Sachen dekoriere ich gerne mit Glitzersteinchen oder Bügelbildern.
Ich denke, viel länger wird diese Liste nicht mehr werden, der Platz in unserem Haus ist ja leider begrenzt ;-) Eine Stickmaschine wäre noch schön, vielleicht ja iirrregendwann in einigen Jahren.


2.) Woher nimmst du deine Ideen und Inspiration?
Wer sagt, dass er alle Ideen komplett alleine entwickelt, lügt in meinen Augen. Wir werden immer und ständig beeinflusst, sehen etwas, entwickeln es vielleicht weiter oder setzen etwas Ähnliches um. Daher denke ich die beste Antwort auf diese Frage ist: Aus dem Leben, sei es beim Shoppen oder aus dem Internet. Manche Ideen entstehen aber auch aus Alltagsproblemchen. So stand ich zum Beispiel regelmäßig vor Ferienbeginn vor dem Problem, wie ich den Kindern Teller und Besteck vernünftig verpacken könnte, ohne dass der Ranzen samt Inhalt nach dem Klassenfrühstück nicht mit den Resten des Selbigen eingesaut wird. Eine Plastiktüte fand ich für den Rückweg ja okay, aber das Geschirr vorher schon darin zu transportieren fand ich irgendwie eklig. Also habe ich  mich hingesetzt und Teller- und Bestecktaschen genäht, die dann prompt auch bei meinen Kunden recht gut ankamen.

3.) Wie schaltest du ab und entspannst dich in stressigen Zeiten?
Entspannung ist ein großes Thema für mich. Ich habe kaum Zeit dazu - mein Alltag sieht eigentlich so aus, dass ich morgens Haushalt, Hund und Shop versorge und nachmittags die Kinder zu ihren Vereinen bringe oder es kommen Kinder zum Spielen her. Da bleibt kaum Raum für Entspannung. Da ich aber eine Autoimmunerkrankung und bei Stress immer wieder mit Schüben zu kämpfen habe, bleibt mir nichts anderes übrig, als "Zwangspausen" einzulegen. Dann übe ich mich im "Nichtstun", und darin zu versuchen, diese Pausen zu akzeptieren (was mir immernoch schwer fällt). Ich mache mir die schönen Dinge des Alltags sehr bewusst: Die Sonne, die mir bei den Hunderunden ins Gesicht scheint, liebe Menschen, denen ich unterwegs begegne oder auch einfach die Ruhe zu Hause. Ich brauche nicht immer Action um mich herum.
Vor einigen Tagen hing ich wieder ganz ordentlich durch, aber die Sonne schien ausnahmsweise mal wieder und es setzte sich tatsächlich ein kleiner blauer Schmetterling erst auf den einen Fuß, dann auf den anderen und flatterte dann wieder zurück zum Ersten. Solche Situationen sind für mich kleine Wunder, die mir unheimlich viel geben.



4.) Wer unterstützt dich bei deine Ideen und Visionen? 
Mein Mann ist der Allerbeste und steht bei allem, was ich mache, hinter mir, genauso wie er für mich da ist, wenn es mal nicht so geht.
Meine Kinder bringen sich gerne mit Ideen ein und freuen sich immer wieder über selbstgemachte Sachen. Da fällt es manchmal schon schwer zu sagen: Nein, das ist für den Shop! Wenn meine Tochter könnte, wäre sie wohl mein größter Kunde (natürlich nehme ich kein Geld von ihr!) :-)

5.) Welches Hobby betreibst du aktiv?

Das Nähen ist immernoch mein Hobby. Ich habe bis zum Ausbruch der Erkrankung regelmäßig Sport gemacht. Das ist bisher leider noch nicht wieder möglich. Dennoch bin ich immer wieder dran, steige neu ein, wenn ich eine gute Phase habe, in der Hoffnung, dass es irgendwann dabei bleibt und ich wieder mehr Kraft und Kondition aufbauen kann. Bisher klappt das leider noch nicht, aber aufgeben ist nicht! Irgendwann wird es klappen und bis dahin bleibt es halt bei einzelnen Einheiten  mit viel zu langen Pausen.

6.) Was ist deine Lieblingsfarbe und warum?
Uffff, das werde ich im Moment öfter gefragt und ehrlich gesagt kann ich das gar nicht beantworten. Bis vor einigen Monaten wäre die Antwort klar "gelb" gewesen. Aber wenn ich mir meine Stoffe so anschaue: Nicht einer gelb! Da überwiegen die Farben lila und türkis. Letztlich kommt es auf die Kombi an. Ich mag knallgrün mit rot und grau, ich liebe grau in Kombination mit rosa, lila oder mint. Gelb und schwarz bilden einen  tollen Kontrast. Die Liste könnte ich noch lange fortsetzen...

7.) Was würden enge Freunde über dich und deine Arbeit sagen? 

Meine engen Freunde nähen selbst nicht sind oft beeindruckt, wenn sie einmal eines von meinen Teilen sehen. Ich selbst sage: vieles steht und fällt mit dem richtigen Werkzeug. Nähen ist keine Zauberei, man kann es lernen und Übung macht halt den Meister. Und letztlich muss ich auch zugeben: Auch bei mir klappt nicht immer alles - aber die "Fehltritte" bekommt halt außer der Tonne keiner zu sehen ;-)

8.) Was nervt dich bei Facebook am meisten? 

Am Meisten nervt mich der Druck, immer wieder dran zu bleiben. Damit meine ich nicht die Kontakte, die über FB stattfinden, sondern die Seite. Auf der einen Seite ist es Werbung für mich und meinen Shop, auf der anderen Seite finden relativ wenige Verkäufe darüber statt. Wenn man nicht alle Nase lang einen Beitrag veröffentlicht, verschwindet man da schnell in der Versenkung und wird nicht mehr gesehen, weil Facebook die Reichweite noch mehr drosselt als eh schon. Auch die Likehascherei nervt - es werden ständig Marketing-Tage gemacht und auch ich habe dort oft teilgenommen, denn eine Seite ohne Likes, kann man auch gleich dichtmachen. Und wenn ich mir ansehe, was sich Betreiber von den großen Seiten manchmal gefallen lassen müssen - gerade wenn es auch um Gewinnspiele o.ä. geht, weiß ich nicht, ob ich das überhaupt möchte und brauche. Schlimm, dass manche Menschen im Internet sämtliche Hemmungen verlieren und Dinge äußern, die sie im realen Leben nicht über die Lippen bekommen würden. Ich habe auch schon Gewinnspiele veranstaltet - einfach aus Spaß. Bisher sind meine Leser alle lieb und nett und ich habe nichts dagegen, wenn es so bleibt :-)

9.) Worüber schreibt du in deinem Blog?
Ich schreibe im Blog hauptsächlich, wenn ich etwas Neues gemacht habe. Ich mag nicht die hundertste Bestecktasche posten oder das 30ste Paar Kufenschoner. Daher wandern viele Sachen auch ohne einen Blogeintrag in den Shop. Hin und wieder lassen sich solche Wiederholungen nicht vermeiden, damit der Blog am Leben bleibt, denn ich habe nicht jede Woche eine neue Idee. Aber lieber poste ich eben wirklich, wenn ich ein komplett neues Produkt hergestellt habe. Teilweise poste ich auch Sachen, die ich privat genäht habe.
Ob ich blogge oder nicht, hat also nichts damit zu tun, ob ich arbeite. Daher lohnt es sich auch immer, einmal wieder im Shop vorbei zu schauen.

10.) Wie vermarktest du deine kreativen Produkte? 
Hauptsächlich über das Internet und Dawanda spielt hier eine große Rolle. Es kommt aber auch immer wieder vor, dass im Bekanntenkreis wer etwas braucht, bei den Vereinen oder auch dass Kunden, die bereits bei mir bestellt haben, mich direkt anschreiben, wenn es um Sonderanfertigungen geht.

11.) Wenn du drei Wünsche frei hättest, welche wären das?
Mein allergrößter Wunsch ist, dass meine Kinder ein gesundes und zufriedenes Leben führen können. Natürlich wünsche ich mir das auch für meinen Mann und mich und den Rest der Familie. Etwas mehr gemeinsame freie Zeit wäre schön, denn die Aktivitäten der Kinder nehmen unheimlich viel Zeit in Anspruch.

Puuh, die Fragen hatten es zum Teil ganz schön in sich, liebe Manuela! :-) Jetzt werde ich mir mal ein paar Fragen für meine Nachfolger überlegen ;-)

Euch allen einen schönen Tag!

1 Kommentar:

  1. Liebe Petra, es war toll deinen Award zu lesen. Herzlichen Dank und liebe Grüße aus Berlin, Manuela

    AntwortenLöschen